Pisthò: Handwerkliche Sizilianische Produkte vom Fuße des Ätna
Sizilianischer Honig in fünf Blütensorten, Pistazienpesto, Fertigsaucen und eine Zitronencreme: unsere Eigenmarke, Produkt für Produkt.
Tradition · 8 Min. Lesezeit
Eine Ernte alle zwei Jahre, auf unwegsamen Vulkanböden, von Hand. Deshalb kostet ein Kilo Bronte-Pistazie das 10-Fache der iranischen.
Wer den Preis der Bronte-Pistazie schon einmal mit dem der „gewöhnlichen“ Pistazien aus dem Supermarkt verglichen hat, wird sich gefragt haben: Warum ist sie so teuer? Die Antwort liegt in einem Zusammenspiel von Geologie, Biologie und menschlicher Hartnäckigkeit, das es so nirgendwo sonst auf der Welt gibt.
Bronte liegt am Westhang des Ätna, auf rund 800 Metern Höhe. Die Pistazienhaine wachsen buchstäblich auf erstarrter Lava — den sogenannten „Sciare“. Erde im üblichen Sinn gibt es hier nicht: Die Wurzeln der Pistazienbäume zwängen sich in die Spalten des Vulkangesteins und holen sich dort Mineralstoffe, die nur ein Boden vulkanischen Ursprungs bietet.
Dieser besonderen Geologie verdankt die Bronte-Pistazie ihren unverwechselbaren Geschmack: intensiver, aromatischer, mit süßen und harzigen Noten, die Pistazien von herkömmlichen Böden (Iran, Kalifornien, Türkei) nicht haben.
Die Bronte-Pistazie wird nur alle zwei Jahre geerntet. In den Ertragsjahren, den „anni di carica“ (ungerade Jahre), tragen die Bäume Früchte. In den Ruhejahren, den „anni di scarica“, lässt man sie sich erholen. Damit fällt die Erntemenge von vornherein nur halb so groß aus wie in jedem anderen Anbau.
Geerntet wird zwischen Ende August und Anfang September, und zwar ausschließlich von Hand. Für Maschinen ist das Lavagelände zu unwegsam: Die Familien aus Bronte steigen mit Säcken und Leitern in die Sciare und pflücken Rispe für Rispe. Das ist körperliche Schwerstarbeit, und sie dauert 2–3 Wochen im Jahr.
In einem Ertragsjahr werden rund 3.000–3.500 Tonnen Bronte-Pistazien mit dem Siegel DOP geerntet. Zum Vergleich: Der Iran erzeugt etwa 550.000 Tonnen im Jahr, die USA etwa 500.000. Auf die Bronte-Pistazie entfallen weniger als 0,3 % der Weltproduktion.
Zu dieser Knappheit kommen die Kosten der Handernte, der geringere Ertrag pro Hektar im Vergleich zum Intensivanbau und das Knacken und Enthäuten der Kerne, das bei der Bronte-Pistazie noch zu einem guten Teil in Handarbeit geschieht.
Der Markt ist voll von Produkten, die sich mit dem Namen Bronte schmücken, ohne ein Gramm davon zu enthalten. So schützen Sie sich:
Für unsere Produkte verwenden wir bio-zertifizierte Pistazien aus Sizilien. Nicht jede sizilianische Pistazie kommt aus Bronte, aber alle unsere Pistazien wachsen am Ätna und werden nach traditionellen Methoden und ohne synthetische Pestizide angebaut. Den Unterschied zur Industrieware — importiert, maschinell geschält und für wenige Euro das Kilo verkauft — schmeckt man beim ersten Probieren.
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